DEUTSCHLAND

 
Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen mit europäischem und internationalem Fokus.

Das Enterprise Europe Network im Gefüge der EU

 

Die für die tägliche Arbeit des Enterprise Europe Network wichtigste EU-Institution ist die Europäische Kommission. Die Kommission ist in Abteilungen – sogenannte Generaldirektionen – gegliedert, die Strategien für ihre jeweiligen Zuständigkeitsbereiche entwickeln. Für uns ist die Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GD GROW) thematisch zuständig. Das bedeutet, dass die politischen Leitlinien für das Netzwerk aus der Feder der GD GROW stammen. Hierzu gehört jedoch auch, dass wir inhaltliche Themenvorschläge in ganz konkreten Fällen berücksichtigen, etwa bei speziellen Aktionen. In diesem Jahr haben sich beispielsweise eine Vielzahl deutscher Netzwerkpartner an der Kampagne EU Open4Business [Hyperlink https://www.euopen4business.eu/startseite-de/?lang=de] beteiligt und gemeinsam mit der Kommission Informationsveranstaltungen hierzu veranstaltet.

Geschaffen wurde das Netzwerk unter dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP, 2007-2013). In der laufenden Förderperiode wird es durch das EU-Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (COSME, 2014-2020) gefördert. COSME bietet direkte Finanzmittel für KMU sowie eine indirekte Förderung durch Informations- und Beratungsangebote. Hierzu gehören auch die Angebote des Enterprise Europe Network. Das Netzwerk besteht also schon seit über zehn Jahren: Im letzten Jahr haben wir unser 10-jähriges Jubiläum gefeiert [Hyperlink, z.B. https://een-hhsh.de/news-medien/artikel/74b1168b7300d2114c99123e28a285fb.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=655&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail].

Die Kommission hat die Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EASME) mit der Verwaltung des COSME-Programms beauftragt. Exekutivagenturen werden von der Kommission für einen begrenzten Zeitraum gegründet und dienen der Verwaltung von EU-Programmen. Die Partner im Enterprise Europe Network haben dementsprechend einen Vertrag mit der EASME – im Auftrag der Kommission – geschlossen. Derzeit gilt ein Rahmenvertrag von 2015 bis 2020, der durch zweijährige spezifische Verträge ergänzt wird. Für jeden dieser Verträge müssen wir uns zuvor über Aufrufe bei der Kommission um die Fortführung unserer Arbeit bewerben. Die EASME prüft die Anträge und steht für Rückfragen zur Verfügung.

Das Netzwerk ist in regionalen Konsortien organisiert, also in Zusammenschlüssen mehrerer Partnerorganisationen. In Deutschland orientieren sich diese vorwiegend an den Bundesländern, in anderen EU-Mitgliedstaaten können die Konsortien jedoch deutlich größer sein. Jedes Konsortium bietet bei sich vor Ort dieselben Dienstleistungen an. So kann unser Angebot in ganz Europa und darüber hinaus in Anspruch genommen werden. Die Konsortien bestehen aus den unterschiedlichsten Partnerorganisationen, darunter Industrie- und Handelskammern, Technologiezentren und -agenturen, Wirtschaftsfördergesellschaften, regionale Förderbanken oder Universitäten. Die deutschen Konsortien sind jedoch keineswegs voneinander isoliert, sondern tauschen Wissen aus und arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, wie bei der Planung gemeinsamer Veranstaltungen oder Stellungnahmen gegenüber der Kommission. Besonders wichtig ist natürlich die internationale Zusammenarbeit zwischen Netzwerkpartnern. Nur so können wir schnell und unbürokratisch an für Sie geeignete Kooperationspartner im Ausland und länderspezifische Informationen gelangen.

Wie geht es nach 2020 weiter?

Die derzeitigen Pläne der Kommission lassen darauf schließen, dass es auch nach 2020 mit dem Enterprise Europe Network weitergeht – dann kofinanziert über das neue Binnenmarktprogramm [Hyperlink https://ec.europa.eu/growth/content/new-single-market-programme-empower-and-protect-europeans_de] und voraussichtlich mit zusätzlichen Dienstleistungen.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft an Ihrer Seite zu stehen.

 

Kontakt:

Investitionsbank Schleswig-Holstein

een@ib-sh.de